Was denkt ihr, was wir sind?

Deutschland und seine europäischen Nachbarn im 2. Weltkrieg

Die Polen waren die schnellen Verlierer, die Franzosen die Befreier und die Deutschen alle Nazis – solche und noch einige andere einseitige Vorurteile sind zu hören, wenn man sich erkundigt, was wir über unsere Nachbarländer zur Zeit des 2. Weltkriegs wissen. Aber was ist wirklich dran?
Dieser Frage nähert sich in diesem Schuljahr ein länderübergreifendes Erasmus+ Projekt, an dem zehn Schüler*innen unserer Schule sowie Jugendliche aus Frankreich und Polen teilnehmen. Begleitet werden sie von Frau von Dessien und Herrn Davary.
Obwohl die Verantwortlichen aus Polen, Frankreich und Deutschland schon seit Anfang des Jahres das Programm und seine Umsetzung virtuell planen, fiel der offizielle Projektstart erst im Oktober 2018, als die Lehrkräfte aus den Partnerländern zu Besuch waren, um sich vorzustellen und die Projektteilnehmer zu interviewen. Dieses Treffen war für die Beteiligten ein wichtiger Schritt, um sich einmal persönlich kennenzulernen und die Vorfreude auf das bevorstehende Projekt zu wecken.
Dass der Nationalsozialismus und seine schrecklichen Kriegsfolgen für alle drei Länder einschneidende Folgen hatte, ist unbestritten. Wir aber wollen recherchieren, wie Deutschland durch die NS-Ideologie geprägt wurde und wie sich dieses Gedankengut vor unserer Haustür, z.B. auf die Firma unseres Namensgebers Ferdinand Porsche ausgewirkt hat. Weitere Ziele des Projektes sollen sein, die Geschichte unserer Nachbarländer etwas besser zu verstehen und Brücken zueinander zu bauen. Deshalb werden die Teilnehmer*innen dazu herausgefordert, aus ihrer Welt herauszutreten und sich in die Lage eines Nachbarn zu versetzen. In diesem Rahmen untersuchen wir z.B. die Erfahrungen französischer Soldaten zur Zeit der Normandie-Landung genauer und kommen so hoffentlich zu neuen Perspektiven auf die Ereignisse. In Anbetracht der aktuellen Schlagzeilen von rechter Gewalt, erstarkendem Nationalgefühl und anderen europäischen Herausforderungen ist dieses Projekt für unsere Schüler*innen eine einmalige Gelegenheit, die eigene Vergangenheit in den gemeinsamen Kontext und Verantwortung zu stellen.
Die Ergebnisse unserer Arbeit werden wir im Februar 2019 präsentieren, wenn die Gäste unserer Partnerschulen aus Caen (Frankreich) und Minsk Mazowiecki (Polen) in Stuttgart zu Besuch sind. Die Präsentation wird öffentlich sein und wir freuen uns natürlich über reges Interesse innerhalb der FPGZ-Schulgemeinschaft. Deshalb werden wir auch an dieser Stelle in regelmäßigen Abständen über das Projekt berichten.
Im Juni 2019 ist ein weiterer Besuch in Caen geplant, bei dem wir an den offiziellen Feierlichkeiten anlässlich der Landung der Alliierten in der Normandie 1944 teilnehmen werden. Den Abschluss des Projekts bildet dann der Besuch in Polen im Oktober 2019. Parallel zu den Projektarbeiten und Besuchen wird ein professioneller Dokumentarfilm gedreht, der 2020 an allen beteiligten Schulen zeitgleich gezeigt werden soll.

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